
VIER PFOTEN Statement zu Tierschutz-Reform der EU
VIER PFOTEN Direktorin Eva Rosenberg zum Schreiben, das der geschäftsführende Vizepräsident Valdis Šefčovič heute an die Mitglieder des Europäischen Parlaments geschickt hat
Wir nehmen diese Ankündigung, die EU-Tiertransportrichtlinien noch in diesem Jahr zu überarbeiten, zur Kenntnis, werden die EU-Kommission aber daran messen, was Inhalt dieses Vorschlags sein wird. Gerade bei Tiertransporten besteht ein dringender Handlungsbedarf, da sogar gegen die ohnehin völlig unzureichenden derzeitigen Richtlinien regelmäßig verstoßen wird.
Dass die EU-Kommission offensichtlich die restlichen Gesetzesvorhaben (Tierhaltung, Schlachtung und Lebensmittelkennzeichnung) auf Eis gelegt hat, ist eine herbe Enttäuschung und nicht zu akzeptieren. Dieses Verschleppen von dringend notwendigen Reformen ist ein Bruch des Versprechens der Kommission, die Tierschutz selbst als Priorität bezeichnet hat. Es ist ganz offensichtlich, dass sie hier nach Interventionen der Agrarlobby eingeknickt ist.
Die Kommission bricht aber auch Ihr Versprechen, bis Ende 2023 Vorschläge zur Beendigung der Käfighaltung vorzulegen. Aber genau das hatten 1,4 Millionen europäische Bürger:innen in der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „End the Cage Age“ gefordert.

