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FOUR PAWS employees at the climate strike in Vienna 2022

UN-Klimakonferenz: Drastische Reduktion der Fleisch- und Milchproduktion unerlässlich

VIER PFOTEN fordert Ende der Massentierhaltung

Dubai/Wien – Die diesjährige UN-Klimakonferenz startet Donnerstag unter dem Vorsitz der Stadt Dubai. Die umstrittene Präsidentschaft wird die erste globale Bestandsaufnahme (Global Stocktake) der Nationalen Klimabeiträge (NDCs) im Hinblick auf das Pariser Abkommen vornehmen. Das Ergebnis steht bereits jetzt schon fest: Das im Abkommen festgelegte Höchstziel von 1,5°C globaler Erwärmung wird überschritten werden. Die Ernährung ist für mehr als ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hier sieht VIER PFOTEN ganz klaren Handlungsbedarf bei den Regierungen, sich im Rahmen der NDCs zum Ende der Massentierhaltung zu verpflichten und eine drastische Reduzierung der weltweiten Fleisch- und Milchproduktion zu fördern.

Neben dem Ausstieg aus Kohle und Erdgas werden sich die Gespräche der Staats- und Regierungschefs erstmals auch auf widerstandsfähige Nahrungsmittelproduktion und nachhaltige Landwirtschaft konzentrieren. 

„Mit einem Anteil von mindestens 16,5 % an klimaschädlichen Emissionen aus der Nutztierhaltung müssen wir der Tatsache ins Auge sehen: Die Massentierhaltung spielt eine Schlüsselrolle bei der Verschärfung der Klimakrise. Während die negativen Auswirkungen fossiler Brennstoffe allseits bekannt sind, muss der Dialog über das Leiden von Milliarden von Tieren in unserer derzeitigen Nahrungsmittelproduktion erst eröffnet werden."

Josef Pfabigan, Vorstandsvorsitzender von VIER PFOTEN

Tierschutz und die Klimakrise

80 Milliarden sogenannter Nutztiere werden jedes Jahr gezüchtet und geschlachtet, um den Bedürfnissen eines desolaten Systems gerecht zu werden, das monetären Profit Vorrang vor Klimaschutz einräumt, und empfindungsfähige Lebewesen chronischem Stress, Angst und Schmerzen aussetzt. Ein Modell, das auf positiven Tierschutzmaßnahmen beruht, wird daher zwingend benötigt. Weniger Tiere insgesamt bedeutet weniger Emissionen. Gleichzeitig wird den verbleibenden Tieren Raum ermöglicht, ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können. Der permanente Zugang zu Weideland und die Begrenzung der Herdengrößen sind einige der Maßnahmen, die das Leben von sogenannten Nutztieren direkt verbessern und den Klimawandel abmildern können.

„Leider bauen die meisten Länder die Intensivtierhaltung weiter aus, wobei sie immer mehr auf technische Lösungen setzen, anstatt die Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben, wirklich nachhaltig zu verändern. Wir fordern die Länder auf, diese Bestandsaufnahme zu nutzen, um sicherzustellen, dass ihre NDCs ab 2024 die Zahl der gehaltenen Tiere reduzieren und dem Tierschutz im Verhältnis zu unserer Umwelt endlich größere Bedeutung beimessen", so Pfabigan abschließend.

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