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Gans wird mittels eines Metallrohrs maschinell gefüttert

Stopfmast

Die dunkle Seite einer Delikatesse

Hinter der Herstellung der teuren Delikatesse Stopfleber verbirgt sich eine dunkle und erschreckende Wahrheit, die auf unglaublicher Tierquälerei beruht. Durch Zwangsfütterung werden Enten und Gänse absichtlich gequält und nach und nach krank gemacht, um das „Luxusprodukt“ herzustellen. Zwei- bis dreimal täglich (je nach Tierart) wird ihnen ein langes Rohr in die Speiseröhre gerammt. Durch dieses Rohr wird eine Mischung aus in Fett gekochtem Maisbrei verabreicht, die eine schnelle Gewichtszunahme bewirken soll. Die Leber ist nicht in der Lage, diese großen Mengen an Fett ordnungsgemäß zu verarbeiten, was zu einer abnormen Fetteinlagerung führt. Aufgrund dieser pathologischen Degeneration kann die Leber des Tieres bis auf das Zehnfache ihrer normalen Größe anwachsen.1

Was bedeutet Stopfmast für Enten und Gänse?

Durch die Zwangsfütterung steigt der Fettgehalt der Leber auf über 50 Prozent. Am Ende ihres Lebens können sich die Tiere aufgrund ihres korpulenten Körpers kaum noch selbstständig bewegen: Ihre dünnen Beine können das Gewicht oft nicht tragen und knicken ein.

Außerdem führt die brutale Prozedur der Zwangsfütterung durch ein langes Rohr zu schweren Schäden an der Speiseröhre. Am deutlichsten wird dies, wenn die Tiere nach der Fütterung stark hechelnd zurückgelassen werden.2

Fünf Fakten über Stopfmast

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Drei Wochen Folter:
Enten werden in der Regel bis zu 15 Tage lang zwangsgefüttert, Gänse bis zu 21 Tage.³

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Die Fütterung dauert drei Sekunden: 
Mechanisierte Systeme können bis zu 400 Tiere pro Stunde zwangsfüttern und machen sie nach und nach krank.

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Die Menge der Nahrung nimmt jedes Mal zu: 
Die zunehmende Nahrungsmenge lässt die Leber auf das 10-fache ihrer normalen Größe anwachsen.¹

2%

Die Sterblichkeitsrate beträgt zwei bis vier Prozent: Viele Tiere sterben aufgrund der Brutalität der Produktion. Sie ist 10-20 Mal höher als bei nicht zwangsgefütterten Tieren.¹

0 Millionen

Tötung von weiblichen Entenküken: 
Männliche Tiere entwickeln schneller eine Fettleber, daher sind weibliche Entenküken ein unerwünschtes Nebenprodukt.⁴

Was Sie tun können

  • Konsumieren Sie keine Stopfmast-Produkte. Das bekannteste Produkt ist Foie gras, aber auch Magret de canard (Entenbrust) wird immer mittels Stopfmast hergestellt! Vorsicht zudem bei Confit (in Fett gekochtes Fleisch), Graisse (Fett) und Gésier (Magen) – auch diese Produkte stammen vielfach aus der Stopfmast. Achten Sie bei Enten – und Gänseprodukten daher genau auf die Herstellung und bevorzugen Sie stets ungestopfte Produkte.
  • Gänse- und Entendaunen, die in Bettwäsche und Daunenjacken verwendet werden, stammen oft von Tieren, die gestopft und/oder lebend gerupft wurden.
  • Hüten Sie sich beim Geflügelkauf vor Enten oder Gänsen ohne Eingeweide! Wenn die Leber fehlt, ist es schwierig zu beweisen, dass das Tier nicht gestopft wurde. Im Zweifelsfall ist es besser, auf Geflügel zu verzichten, dessen Herkunft nicht mehr nachgewiesen werden kann.
  • Wenn Sie Enten- oder Gänseprodukte kaufen, stellen Sie sicher, dass die Tiere aus einem  Betrieb Freilandhaltung (z. B. Bio) ohne Stopfmast stammen. Besonders bei Enten- und Gänsefleisch aus Foie gras exportierenden Ländern wie Frankreich, Bulgarien, Ungarn und Spanien ist Vorsicht geboten.
  • Klären Sie auch Familie und Freunde über die tierquälerische Stopfmast auf. Drücken Sie Ihre Abneigung gegen den Verkauf von Stopfmastprodukten in Geschäften und Restaurants aus und wenden Sie sich an den Kundendienst.
  • Bringen Sie Ihre Abneigung gegen den Verkauf von Stopfmastprodukten zum Ausdruck (bei Detailhändlern, Restaurants, usw.), schreiben Sie Leserbriefe und kontaktieren Sie den Kundendienst.
  • Denken Sie darüber nach, dass die konventionelle Enten- und Gänsezucht auch gegen den Tierschutz verstößt. Wie wäre es darum dieses Weihnachten mit vegetarischen oder veganen Alternativen, oder zumindest mit Biofleisch? Werfen Sie hier einen Blick auf unsere köstlichen tierfreundlichen Rezepte.
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Quellenverweis

1. Skippon W. The animal health and welfare consequences of foie gras production. The Canadian Veterinary Journal. 2013;54(4):403–404.
2. Broom M, Rochlitz I. The welfare of ducks during Foie Gras production. University of Cambridge; 2015. https://www.researchgate.net/publication/316871174_The_welfare_of_ducks_during_foie_gras_production 
3. foie-gras-scientific-report.pdf. [accessed 2023 Sep 26]. https://spca.bc.ca/wp-content/uploads/foie-gras-scientific-report.pdf 
4. Concetto AD, Morice O, Corion M, Santos S. Chick and Duckling Killing: Achieving an EU-Wide Prohibition. 

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