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Geretteter Fuchs

Hoffnungsschimmer für Pelztiere

Immer mehr Modemarken haben sich dazu verpflichtet, Echtpelz zu verbieten

Pelz ist ein nicht notwendiger, vermeintlicher Luxusartikel. Es ist eines der am wenigsten von den Verbrauchern unterstützten Materialien tierischen Ursprungs, und es gibt weltweit einen starken Widerstand gegen den Pelzverkauf. Die seit langem bestehende Ablehnung der Pelztierhaltung in der Öffentlichkeit und die veränderte ethische Wahrnehmung von Tieren haben dazu geführt, dass immer mehr Länder Gesetze gegen die Pelztierhaltung erlassen haben und dass in den letzten Jahren eine Vielzahl pelzfreier Unternehmen entstanden ist.

Fortschritt für Modemarken

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Modehäuser von der Verwendung von Echtpelz verabschiedet. Dieser Trend zeigt sich nicht nur in bekannten grossen Kaufhäusern und populären Marken, sondern glücklicherweise auch im Luxussegment. Ikonische Namen wie Armani, Burberry, Gucci, Prada und Versace sind bereits seit einigen Jahren pelzfrei. In den letzten Jahren haben aber einige weitere grosse Modemarken Echtpelz den Rücken gekehrt, dazu unter anderem Dolce & Gabbana, Canada Goose, Max Mara und Moncler.

Auch das Modemagazin Elle verbannte im Dezember 2021 Pelz aus allen internationalen Ausgaben. Und 2025 zog Vogue nach und kündigte an, künftig keine neuen Echtpelzprodukte mehr in redaktionellen Inhalten oder Anzeigen zu zeigen. Darüber hinaus erklärten die Organisatoren der New York Fashion Week (NYFW), dass bei der NYFW keine Veranstaltungen mehr stattfinden dürfen, die Echtpelz präsentieren – und schliessen sich damit anderen wie der London oder Copenhagen Fashion Week an.

Finden Sie heraus, welche pelzfreien Unternehmen sich dem Fur Free Retailer Programme angeschlossen haben

Die angeschlagene Pelzindustrie

Der Wandel hin zu pelzfreier Mode, bei dem immer mehr Designer der Pelzindustrie den Rücken kehren, spiegelt sich auch in den sinkenden Produktionszahlen wider. Die Zahlen brachen zusätzlich ein durch verheerende Ausbrüche von COVID-19 und Vogelgrippe auf Pelzfarmen sowie durch die Erkenntnis, dass die Pelztierhaltung ein enormes Gesundheitsrisiko für Menschen darstellt.

Die weltweite Zahl der auf Pelzfarmen getöteten Tiere sank kontinuierlich – von rund 95 Millionen im Jahr 2018 auf etwa 20 Millionen im Jahr 2024. In der EU zeigt sich dieser Rückgang auch in der Zahl der Betriebe: Die Anzahl der Pelzfarmen ist von 4’350 im Jahr 2018 auf 1’088 im Jahr 2023 gefallen.

Ein weiterer Rückgang ist zu erwarten, denn seit 2020 haben allein Estland, Frankreich, Italien, Malta, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien und Polen Verbote der Pelztierhaltung beschlossen. Ähnliche Regelungen werden in weiteren Ländern diskutiert. Erfahren Sie mehr über die Situation in der Schweiz.

EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie EU-Staaten fordern ein Ende der Pelztierhaltung in Europa

Im Juni 2023 zeigte der Rat «Landwirtschaft und Fischerei» eine klare Mehrheit für ein EU-weites Verbot der Pelztierhaltung. Kurz zuvor wurde die Europäische Bürgerinitiative «Fur Free Europe» erfolgreich abgeschlossen – mit 1,5 Millionen Unterschriften. Sie ist damit die erfolgreichste EBI für den Tierschutz.

Nun liegt es an der Europäischen Kommission, zuzuhören und einen klaren Gesetzesvorschlag vorzulegen, der die Pelztierhaltung endgültig verbietet und den Verkauf von Pelzprodukten aus Zucht in der EU Geschichte werden lässt.

Nerz

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