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Fleischlose Burger, Mayo ohne Eier....

Sind diese tierfreien Alternativen gut für uns?

Fleischlose Burger, Mayo ohne Eier, Speck ohne Schweinefleisch und Huhn ohne Geflügel: Dies sind nur einige der innovativen, tierfreien Produkte, die unsere Supermärkte anbieten und die von immer mehr Verbrauchern verzehrt werden. 

2019 stieg die Zahl der Flexitarier deutlich an. Flexitarier reduzieren bewusst die Zahl der tierischen Produkte in ihrer Ernährung. Eine Entwicklung, die weiter anhalten wird. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt wechseln zu pflanzlichen Alternativen. Doch was ist der Grund? 

Die Nachfrage nach alternativen Proteinen - jenseits traditioneller Fleisch-, Fisch- und Milchquellen - wächst nicht nur in Europa, sondern auch weltweit rasant. Dies liegt vor allem daran, dass sich die Verbraucher Lebensmitteln zuwenden, die sie als gesünder und umweltfreundlicher ansehen. Und die Lebensmittelindustrie reagiert, indem sie die Begeisterung durch Innovation fördert.

Start-ups, die sich auf Lebensmittel konzentrieren, schaffen immer mehr Hightech-Produkte, die die Textur, den Geschmack und das Aussehen traditioneller tierischer Lebensmittel nachahmen - ohne die Verwendung tierischer Zutaten. Die Verbraucher sind offen für Neues, aber zwei Fragen bleiben trotzdem. 

Sind sie sicher? Sind sie gesund für uns?

Die gute Nachricht ist, dass keines dieser innovativen Lebensmittel ohne sorgfältige und kontrollierte Sicherheitstests auf den Markt kommen kann. Da die Produkte in kontrollierten Umgebungen verarbeitet werden, enthalten sie keine Antibiotika, wie es viele tierische Pandants tun. Das soll nicht heissen, dass alle verarbeitete pflanzliche Lebensmittel gut für uns sind. Sie sind in der Regel kalorienreich und haben einen niedrigen Nährwert.

Auf das sollte man unbedingt achten:

  • Genetisch veränderte Sojabohnen: In letzter Zeit machen die Risiken durch gentechnisch veränderte Organismen (GVO) Schlagzeilen. Soja ist dabei einer der meistgenannten Artikel. Wenn es nicht biologisch und/oder als nicht gentechnisch verändert gilt, dann ist das Soja - Sojaprotein-Konzentrat oder -Isolat - das den Grossteil vieler verarbeiteter pflanzlicher Lebensmittel ausmacht - höchstwahrscheinlich gentechnisch verändert und bringt zahlreiche Gesundheitsgefahren mit sich. Die gute Nachricht ist, dass es jetzt Bio- und nicht gentechnisch verändertes Soja gibt, so dass Sie genau wissen, was Sie essen und unterstützen möchten.
  • Füllstoffe: Je länger und komplizierter die Zutatenliste von Produkten ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie für uns ungesund ist. Wie bei Soja, sollte man diese Produkte vermeiden, wenn sie nicht als bio oder nicht gentechnisch verändert deklariert sind.
  • Natrium: Dies ist nichts anderes als Salz und viele verarbeitete pflanzliche Alternativen sind mit hohen Salzmengen belastet, insbesondere die tiefgefrorenen. Es ist wichtig, die Natriummenge im Vergleich zur Portionsgrösse zu überprüfen, um zu entscheiden, was man essen sollte und was nicht.

Inzwischen arbeiten die Hersteller mit Wissenschaftlern und Innovatoren zusammen, um Geschmack, Textur und Aussehen von pflanzlichen Alternativen zu verbessern, die völlig frei von Soja sind. Da Soja und Tofu durch Kartoffeln, Erbsen, Seitan und Tempeh ersetzt werden, wird der Geschmack zu einem der zukünftigen Verkaufsargumente für viele dieser neuen Produkte werden, die für uns völlig tierfrei und gesünder sind. Da es bereits heute eine Vielzahl von pflanzlichen Produkten auf dem Markt gibt, wird eine stetig steigende Nachfrage die Preise nach unten drücken und noch besser verfügbar machen.

Wie bei jeder Ernährungsweise ist eine ausgewogene Kost unerlässlich, um sicherzustellen, dass sie sowohl gesund als auch nahrhaft ist. Man kann nichts falsch machen, wenn man die verzehrte Menge von frischem Gemüse erhöht und die Menge an Fleisch, Milchprodukten und Eiern verringert. 

«Es steht ausser Frage, dass eine weitestgehend vegetarische Ernährung so gesund ist, wie es nur geht. Die Beweise sind überzeugend und erdrückend und wurden über einen so langen Zeitraum gesammelt, dass sie nicht mehr fragwürdig sind.»

Laut dem Department of Nutrition, Food Studies and Public Health der New York University.

Der Genuss von mehr fleischfreien Mahlzeiten kann zu erheblichen gesundheitlichen Vorteilen führen.

  • Wählen Sie frische, biologische und saisonale Zutaten.
  • Lesen Sie die Etiketten, um sich mit der Herkunft der Produkte vertraut zu machen.
  • Schauen Sie sich die Firmenmission und -philosophie der Hersteller an.
  • Versuchen Sie die langen, ausgefallenen Namen und Fremdwörter auf der Zutatenliste zu verstehen. Sobald es schwierig wird, sie laut auszusprechen, verzichten Sie lieber auf das Produkt!
  • Zuhause kochen ist am schönsten! Nichts ist befriedigender, als ein tierfreundliches Gericht mit frischen Zutaten, das nicht nur gut aussieht, sondern auch schmeckt, Zuhause zuzubereiten.

Angesichts der sich rasch verändernden Ernährungstrends und der Tatsache, dass die Lebensmittelindustrie immer mehr tierfreie Produkte entwickelt, können wir sicher sein, dass wir uns nie nur auf bestimmte Lebensmittelarten beschränken müssen und immer die Wahl haben werden, wenn immer möglich, bewusstere und gesündere Entscheidungen zu treffen.

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