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Ferkel

Ein natürlicher schweinetag

Wühlen, Wälzen, Suhlen – wie ein Schwein gern leben würde

Schweine schlafen eng zusammengekuschelt in ihrem Nest. Morgens stehen sie zusammen auf und verrichten ihr Geschäft an einem abseits gelegenen Kot- und Harnplatz. Rund 70 Prozent des Tages verbringen Schweine mit neugieriger Erkundung und Nahrungssuche. Mastschweine, die in einstreuloser Intensivhaltung leben, führen in ihrer Not Ersatzhandlungen durch, indem sie beispielsweise den Inhalt des Futtertroges umwühlen oder aber die Rüsselscheibe in stereotyper Art und Weise immer wieder vor und zurück über den Beton- oder Spaltenboden reiben.

Schweine haben einen ausgeprägten Sinn für Leckerbissen und ein breites Nahrungsspektrum: Sie fressen unter anderem Gras, Früchte, Nüsse, Blätter, Kräuter, Pilze, Wurzeln, Knollen, Würmer, Schnecken, Larven, Aas, kleine Wirbeltiere, aber auch grössere Tiere wie zum Beispiel Rehkitze. Unter intensiven Haltungsbedingungen bekommen die Schweine üblicherweise zwei mal täglich ein reizarmes Einheitsfutter, dessen Aufnahme sie in der Regel nur etwa zehn Minuten beschäftigt.

Mittags legen Schweine gern eine mehrstündige Ruhepause ein oder widmen sich ausgiebigem Baden, Suhlen und Wälzen. In den frühen Abendstunden richten sie ihr Schlafnest, indem sie frisches Material wie Gras, Laub und dünne Zweige herantragen, in das sie sich behaglich einnisten. All diese natürlichen Bedürfnisse des Hausschweines müssen in der Intensivtierhaltung stark oder ganz unterdrückt werden.

Tipp: Das natürliche Verhalten von Schweinen können Sie am besten auf sogenannten Lebenshöfen oder Gnadenhöfen beobachten, die ihre Tiere artgerecht halten und nicht schlachten. Besuchen Sie doch einmal einen solchen Hof und machen Sie sich selbst ein Bild davon, wie ein natürlicher Schweinetag aussieht.

70 Prozent des Tages verbringen Schweine mit Erkunden und Futtersuche.
 

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