
JA ZU EINER SCHWEIZ OHNE MASSENTIERHALTUNG
Schweizer Nutztiere brauchen Ihre Stimme an der Urne!
«In der Schweiz gibt es keine Massentierhaltung» - diese und viele weitere Behauptungen hört man in der Schweiz häufig, denn das Schweizer Tierschutzgesetz wird gern als vorbildlich bezeichnet. Die Realität für sogenannte Nutztiere sieht aber anders aus: Masthühner haben knapp ein DIN A4 Blatt Platz zum Leben und werden zu Tausenden in Hallen zusammengepfercht. Nur etwa 7% von Ihnen haben Zugang ins Freie.
Nur 12 % aller sogenannten Nutztiere stehen jemals auf einer Wiese.
Auf der Fläche eines Parkplatzes werden bis zu zehn Schweine gehalten. Nur etwa die Hälfte aller Schweine haben Auslauf ins Freie. Das sind nur einige Beispiele für die industrielle Tierproduktion in der Schweiz. Generell mangelt es an Platz, der Auslauf ins Grüne fehlt, Abwechslung und Beschäftigungsmöglichkeiten sind nicht vorgesehen, und auch die Zucht auf Hochleistung ist sehr problematisch.
Fast 80 Millionen Tiere wurden im Jahr 2020 in der Schweiz gemästet und geschlachtet.
Diese Zustände müssen sich ändern, denn sie haben nicht nur Einfluss auf das Wohl der Tiere sondern auch auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Die Massentierhaltung verschmutzt unter anderem Wasser und Atmosphäre und ist für den Klimawandel mitverantwortlich. VIER PFOTEN arbeitet bereits seit vielen Jahren daran, die Haltungsbedingungen von sogenannten Nutztieren zu verbessern. Aus diesem Grund unterstützen wir die eidgenössische Volksinitiative gegen Massentierhaltung.
Was fordert die Initiative?
Die Initiative gegen Massentierhaltung fordert das Ende der industriellen Tierproduktion in der Schweiz und weist den Weg hin zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft.

Forderung 1: Tierfreundliche Unterbringung und Pflege
Die meisten Tiere in der Landwirtschaft verbringen den Grossteil ihres Lebens auf Betonböden und haben kaum Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Initiative fordert, dass alle Tiere bedürfnisgerecht leben können.
x Mehr Platz pro Tier
x Möglichkeiten zum Spielen
x Einstreu für alle Tiere
x Artgerechte Fütterung

Forderung 2: Zugang ins Freie
Die Initiative fordert für alle Tiere täglichen Zugang ins Freie. Damit sie davon profitieren können, müssen sie körperlich in besserer Form sein. Das wiederum bedeutet es müssen weniger überzüchtete Rassen eingesetzt werden.
x Täglicher Weidezugang
x Langsamer wachsende Rassen

Forderung 3: Schonende Schlachtung
Am Schluss ihres Lebens werden Tiere unter massivem Stress transportiert und vor der Schlachtung mit fehleranfälligen Methoden betäubt. Die Initiative fordert Schlachtmethoden, bei denen die Vermeidung von Leid oberste Priorität hat.
x Kurze Transportwege
x Bessere Kontrolle des Betäubungsvorgangs
x Schonende Schlachtmethoden

Forderung 4: Maximale Gruppengrösse je Stall
Bis zu 27’000 Hühner oder 1’500 Schweine dürfen in einer Halle gehalten werden. Die Betreuung einzelner Tiere ist praktisch unmöglich. Viele sterben unbemerkt. Die Initiative fordert eine starke Reduktion der Gruppengrössen.
x Kleinere Gruppen
x Weniger Tiere pro Hektar Weidefläche

Forderung 5: Importvorschriften
Schweizer Bäuerinnen und Bauern stehen im Wettbewerb mit ausländischen Betrieben, die oft mit niedrigeren Tierschutzstandards arbeiten. Die Initiative fordert, dass importierte Tierprodukte den neuen Schweizer Standards entsprechen.
x Kein Import von Tieren und Tierprodukten, die nach in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden erzeugt wurden
Wie viele Schweizer Landwirtschaftsbetriebe bereits tagtäglich beweisen, ist eine ressourcenschonende und tierfreundliche Produktion möglich. Trotzdem fristet ein Grossteil der Tiere ihr kurzes Leben in kargen, engen Ställen und haben kaum oder gar keinen Auslauf. Nun liegt es an Ihnen die Weichen für eine tierfreundliche und zukunftsfähige Landwirtschaft zu stellen.
Für die Abstimmung am 25. September 2022 brauchen die Tiere jede Stimme!
Sagen Sie JA zu einer Schweiz ohne Massentierhaltung und überzeugen Sie Freunde und Verwandte dasselbe zu tun. Lassen wir alle Tiere wieder weiden, springen, suhlen oder wühlen.
Mehr Informationen zur Initiative finden Sie unter: https://massentierhaltung.ch/

